Ich, Freitagabend: „Mit ganz viel Glück können Sie am Montagabend einen Blick auf einen ersten Entwurf werfen, aber fertig wird das nicht vor nächstem Freitag.“
Kunde: „Okay, absolut kein Problem.“
Kunde, Montagmorgen: „So, Sie sagten ja Sie seien bis heute fertig…“

Kunde: „Ich möchte gerne QR-Codes auf der Website einsetzen.“
Ich: „Wozu? Die User sind doch dann schon auf der Website …“
Kunde: „Dann lassen Sie uns wenigstens QR-Codes in den Newsletter packen.“
Ich: „…“

Kunde: „Wir haben nun trotzdem mal mit Apple telefoniert. Sie sagen, dass ihre Geräte tatsächlich kein Flash unterstützen. Sagen Sie uns bitte, was wir denen sagen können, damit die diesen Fehler schnellstmöglich beheben.“
Ich: „…“

Kunde: „Wir bräuchten dringend einen detailliert ausgearbeiteten Businessplan, können Sie uns da helfen?“
Ich: „Sehr gerne, ich rechne nach Stunden ab, ohne weitere Infos kann ich aber nur sehr schlecht vorab kalkulieren. Was genau brauchen Sie denn?“
Kunde: „Abrechnen? Sie brauchen das doch nur schnell schreiben.“

Kunde: „Können Sie in der Infografik noch Schiffe zwischen Europa und Asien hin- und herfahren lassen?“
Ich: „Durch den Sueskanal?“
Kunde: „Mehr so zwischen Deutschland und Russland.“
Ich: „Auf dem Festland?“
Kunde: „Nein, auf dem Ozean!!“
Ich: „Ich bin mir ziemlich sicher dass es zwischen Europa und Asien keinen Ozean gibt.“
Kunde: „Doch. Das weiß ich genau! Er ist auf Ihrer Weltkarte nur nicht zu sehen.“

Wer die ersten 15 Sekunden des Videos ohne epileptischen Anfall übersteht, wird mit einer Hard-Rock Hymne auf das wohl häufigste und verhassteste Kundenfeedback belohnt.  Ein Must-Have für die Playlist der nächsten Firmenfeier.

Kunde: „Brauche ein Fernsehkabel.“
Ich: „Benötigen Sie es für eine Videoverbindung oder die Antenne?“
Kunde: „Sie sind doch der Fachmann, sagen Sie es mir“
Ich: “Wie lang soll es denn sein?“
Kunde: „Na einmal um die Ecke rum bis zur Couch!“
Ich: „Ich müsste schon wissen wie lang Sie es genau brauchen.“
Kunde: „Na für immer!“

Kunde: „Das Foto ist ganz okay geworden, mehr aber auch nicht.“
Ich: „Sollen wir etwas verändern oder retuschieren?“
Kunde: „Nein, nein, passt schon. Aber zufrieden bin ich nicht.“
Ich: „Das tut mir Leid. Sollen wir ein neues Shooting vereinbaren? Kostenlos natürlich.“
Kunde: „Nein, nein, passt schon. Ich wollte eigentlich nur meckern.“

Anders kann man so manches Kunden-Briefing einfach nicht erklären. Dafür muss es irgendwo eine App geben.
Der Briefing-Generator aus der Hölle

Kunde: „Warum sind wir eigentlich noch auf Facebook? Ich dachte, dieses ‚Social Media‘ war die Kampagne von letztem Monat?“